2. Werkstattgespräch

Veröffentlicht am 14. Dezember 2010 in 2010, Allgemein | Keine Reaktionen

Das 2. Werkstattgespräch war wesentlich geprägt von den Eindrücken der gemeinsamen Nachtschicht: Hier gibt es spannende Orte, viele lebendige Menschen, interessante Möglichkeiten, die in keinem Kataster verzeichnet sind und doch das Viertel so stark prägen. Die Strahlkraft des Kolpinghauses mit seinem Underground-Charme und seiner Vielfalt an Veranstaltungen ist nicht zu unterschätzen.
Erste wichtige Aufgabe: Ansatzpunkte finden, die Konflikte zwischen Wohnen und Gastronomie vermitteln und in konkreten Fällen konkrete Lösungen finden.

Der Arbeitskreis erhält nun Unterstützung durch die HS Niederrhein, (Kompetenzzentrum Social Design).
Prof. Beucker hatte 2009 mit Studierenden des Fachbereichs Design in einem Workshop Ideen entwickelt, wie die Nutzung vorhandener Räume mit kleinen Eingriffen und Aktivitäten gefördert werden könnte:

  • Stadtraum Waldhausener Straße – die 24h-WG“

Damit stehen neben den klassischen Instrumenten der Stadtplanung (Top Down) hier auch Methoden zur Vefügung, aus der Perspektive der Nutzergruppen Entwicklungsmöglichkeiten zu aktivieren (Bottom Up). Die Nutzergruppen sollen zunächst durch Interviews im Viertel herausgearbeitet und zu Nutzertypen verdichtet werden, auf die die späteren Entwicklungsschritte ausgerichtet werden.

Schließlich werden für den Entwicklungsprozess wichtige Rahmenbedingungen identifiziert, um deren Einrichtung sich EWMG, WFMG, Stadtverwaltung und Politik umgehend kümmern wollen:

  • 1. Der Entwicklungsprozess muss im Viertel sichtbar werden, um Transparenz und Dialog mit den Nutzern zu ermöglichen. Das könnte ein „Bürgerbüro“ in einem leerstehenden Lokal sein.
  • 2. Es bedarf eines „Kümmerers“ vor Ort, der offizielle Schnittstelle zwischen offiziellen Stellen und privaten Akteuren ist.
  • 3. Verwaltungsmitarbeiter verschiedener Disziplinen sollen als „Task Force“ auf kurzen Wegen Lösungen für Probleme finden können.
  • 4. Der Dialog mit den Nutzern, sowie Informationsplattformen, die der Entwicklung der Altstadt die nötige Öffentlichkeit geben, soll durch ein Kommunikationskonzept geregelt werden.

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