2. Laborgespräch

Veröffentlicht am 27. September 2011 in 2011, Allgemein | Keine Reaktionen

Das 2. Laborgespräch des altstadtlabors zum Thema „Sauberkeit“ brachte viele bekannte Phänomene wieder auf den Tisch, diesmal jedoch gab es eine Reihe von konkreten und einfach umsetzbaren Lösungsansätzen. Etwa 25 Interessierte, waren ins WALDHAUS 12 gekommen, um mit den Moderatoren (Burkard Burau/Stadt MG und Rolf Theißen/EWMG) über eine sauberere Altstadt zu sprechen. Als Experte war außerdem Herr Theissen von der GEM vor Ort und konnte für einige Versuchsballons seine direkte Unterstützung zusagen. Folgende Lösungsansätze sollen weiter verfolgt bzw. direkt ausprobiert werden:

Pflasterfugen auf der Waldhausener Straße
wurden in den Folgetagen mit Sand-Splitt-Mischung verfüllt, damit nicht so viel Müll hineinpasst. Die GEM kann nun testen, die Straße maschinell zu reinigen. So könnte mit geringerem Aufwand die Straße deutlich sauberer werden.

Zusätzliche große Abfalltonnen
am Wochenende sollen dem entsorgungsfreudigen Altstadtbesucher möglichst niederschwellige Angebote machen, den Pizzakarton oder die halbe Frittenportion mit Anstand loszuwerden. Eine entsprechende Gestaltung der Tonnen kann diese Intention betonen.

Müllabfuhrtermine
sollen zukünftig nicht mehr nach besucherstarken Altstadtnächten liegen, damit der am Vorabend bereitgestellte Müll nicht Opfer von Schabernack wird.

Der Geropark
soll, wie die Grünanlagen bis zum Dicken Turm, häufiger von Unrat befreit werden, um den Eindruck der Verwahrlosung zu vermeiden – Müll führt zu mehr Müll.

Glasflaschen
verursachen Scherbenteppiche auf der Straße. Ihr im Kiosk günstig erworbener, meist alkoholischer Inhalt führt zu lautstarken „Privatparties“ VOR den Gaststätten. Das mögen weder die Altstadtbewohner, noch die übrigen Besucher, noch die Wirte. Welche Maßnahmen diese Problematik auflösen können, muss noch diskutiert werden: Verbot von Glasflaschen in Kiosken, Verkaufsverbot für Alkoholika in Kiosken oder das Kreieren einer generell freundlicheren und verbindlicheren Atmosphäre in der Altstadt.

Wildes Urinieren
wird insbesondere in Hauseingängen als Plage festgestellt. Helfen mehr Toiletten? Helfen Strafzettel? Oder hilft nur Benimm?

Der kommunale Ordnungsdienst
sollte zu den Zeiten in der Altstadt präsent und aktiv sein, in denen seine Anwesenheit sinnvoll ist – also mitten in der Nacht. Daran führt eigentlich kein Weg vorbei. An der vorher notwendigen politischen Diskussion wahrscheinlich auch nicht. Wir bleiben am Ball.

Ihre Meinung, Anregungen und Kritik zu den einzelnen Punkten ist uns wichtig. Gerne per Mail unter info@altstadtlabor.de

Deine Reaktion